Geschichte des Vereins

Der VAK e.V. Kindertagesstätten (zu Beginn: Verein zur Betreuung und Förderung ausländischer Kinder) wurde am 23.06.1971 im Berliner Arbeiterbezirk Wedding von türkischen und deutschen Anwohner:innen, denen das Wohl der Kinder der Arbeitsimmigrant:innen am Herzen lag, gegründet.

Nach dem Vorbild der Betreuungsstuben in Obdachlosenheimen wurden Sonderbetreuungsstätten für „Ausländerkinder“ eingerichtet, die vorerst die Körperpflege und die Sicherstellung einer warmen Mahlzeit am Tag vorsahen. Diese Betreuungsstätten waren als Provisorium für den vorübergehenden Verbleib der Kinder „ausländischer“ Arbeitnehmer:innen gedacht. Mit dem Anwerbestopp entschieden viele „Gastarbeiter:innen“, ihre Familien nachzuholen und hier zu bleiben.


Mitte der 70er Jahre war der schrittweise Abbau der Sonderbetreuungsstätten für ausländische Kinder politisches Ziel. Die gemeinsame Förderung von ausländischen und deutschen Kindern wurde das Modell der Zukunft. So wurde der Verein umbenannt in VAK e.V. Verein zur Förderung ausländischer und deutscher Kinder und erhielt ab Anfang der 80er Jahre den Status einer Kindertagesstätte. Bis zur Umstellung auf Leistungsverträge mit dem Senat im Jahre 1999 wurde die Einrichtung durch ein Sonderprogramm zur Projektförderung mittels Fehlbedarf finanziert. 2015 wurde der Verein erneut umbenannt in VAK e. V. Kindertagesstätten; das VAK steht mittlerweile intern für Vorurteilsbewusste Arbeit mit Kindern.


1975 wurde dem Verein ein Standort in Kreuzberg (SO 36) angeboten. Im Neuen Kreuzberger Zentrum (NKZ) bezog der Verein in zwei verschiedenen Hochhäusern Räume und war in der Lage, 85 Kinder zu betreuen.1984 wurden dem Verein zusätzliche Räume für 58 Kinder in einem ehemals besetzten Haus direkt an der damaligen Berliner Mauer am Leuschnerdamm 9 angeboten.1991 wurde in der Nähe des Rio-Reiser-Platz (vormals: Heinrichplatz) in der Oranienstr. 4 im zweitgrößten Sanierungsgebiet von Berlin mit dem Umbau einer ehemaligen Brauerei zu einer Kindertagesstätte begonnen. Die Grundstücksverwaltung liegt seit 1992 in den Händen der Genossenschaft Luisenstadt e.G. 

1994 zog der VAK e.V. aus dem NKZ aus und in die Oranienstr. 4 ein. In der Kita Oranienstraße werden seitdem bis zu 90 Kinder betreut.

2002 übernahm der VAK e.V. eine weitere Kita für maximal 80 Kinder in der Reichenberger Str. 156A vom Bezirksamt Kreuzberg.

2005 wurde die Kita am Leuschnerdamm 9 geschlossen, da die Wohnungsbaugesellschaft BeWoGe das Haus verkaufte und die neuen Eigentümer Eigenbedarf anmeldeten.

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